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Wunderschöner Beobachtungsabend

Mit Uwe Schultheiß traf sich P. Christoph zu einer beeindruckenten Beobachtung der Planeten Jupiter und Saturn in Großrinderfeld. Die beiden Gasplaneten sind derzeit in einer günstigen Stellung und gut zu beobachten. Dazu kamen noch Kometen, ein Doppelsterne und die Highlights der sommerlichen Milchstraße. Hintergrund für das Treffen war ein neuer Refraktor der Astrooptik Manufaktur, ein AOM-FLT 135 mm / 1080 mm (apochromatisches Linsenteleskop).

Gegen 21:10 MESZ stand der erste Härtetest an: ist Wega schon über dem Dachfirst zu erkennen. Kurz vor 21:15 MESZ konnte sie mit bloßem Auge am noch hellblauen Himmel knapp über dem Dachfirst erspäht werden. Nach ein paar Minuten zeigte sich dann auch Jupiter über den Büschen, die so genial geschnitten sind, dass sich eine natürliche Sternwarte auf der Terasse von Uwe ergibt. Die Straßenlaterne im Westen wurde wirksam mit einem großen Holzschild abgedeckt.

Nach kurzem Einnorden und kalibrieren der Teleskopsteuerung stand der König der Planeten leuchtend im Okular. Allerdings war anfangs die Luftunruhe stark, sodass wir zum Testen der optischen Bedingungen auf ein hoch stehendes Objekt schwenkten: auf den doppelten Doppelstern "Double-Double", oder mit dem lateinischen Namen Epsilon Lyrae. Das Quartett war eine völlige Überraschung! Bei Vergrößerungen von bis zu 430 x war so viel Luft zwischen den Sternchen, dass man Kartoffeln hätte dazwischen säen können! Fein zeichnete der AOM-FLT die Farbnauncen, die im kleineren APO ein wenig untergingen. Aber der kleine schlug sich wacker. Nur an den größeren Sternkügelchen merkte man ihm bei der ausnahmsweis sinnvollen Übervergrößerung die kleinere Öffnung an. Das Seeing schien sich wesentlich zum Besseren zu entwickeln.

So ermutigt schwenkten wir wieder auf Jupiter: zunächst hatte noch mein kleinerer 115 mm-APO leicht die Nase vorn, aber nach einer kurzen Gleichstandsphase zog der größere 135er an ihm unaufhaltsam mit der Bildqualität vorbei. Neben den Hauptbändern, die gekräuselt, mit Wolkenschleppen, kleinen Lücken und dickem Wolkenknäuel im NEB gefüllt waren, zeigten sich auch noch weitere, feine Bänder im Norden und Süden. Die Monde ließen wir rechts liegen, wobei sie deutlich alleine von ihrer Größe zuordenbar waren. Nach und nach steigerten wir die Vergrößerung von 135x über 240x bis zu 320x. Nach meinem Eindruck war 240-fach die beste (Auf-)Lösung.

Danach folgte Saturn. Feine Bänder zeigten sich auf der Kugel des Herrn der Ringe. Die Cassiniteilung war ringsum zu sehen. Im Haupt-Wolkenband meinten wir Einzelheiten sehen zu können. Die Monde Titan, Rhea, Tethys und Dione, sehr nahe am Planeten stehend, konnten ohne weiteres gesehen werden.

Klostersternwarte Saturn 2119 4UT 050820 RGB Grossrinderfeld

Nebenbei hielten wir zur Entspannung nach C/2020 F3 Ausschau, den wir auch schnell im Sternbild der Coma mit dem Feldstecher fanden. Eine spontane Montage meiner Canon 6Da mit 200 mm Objektiv auf einer Vixen-Schiene machte eine schnelle Aufnahme über Nachbarshaus möglich. Es folgte dann noch C/2017 T2, der auch gerade noch über einem Busch zu finden war.

Klostersternwarte C2020F3 20200805 2110UT 2

Klostersternwarte C2017T2 20200805 2123UT

Gegen Mitternacht mussten dann noch ein paar Deep-Sky-Objekte als Absacker herhalten (numerisch aufgezählt): M11, M16, M17, M20, M21, M22, M27, M28 - alle sehr eindrucksvoll, vor allem, wenn der fast noch volle Mond mit seiner Helligkeite in Betracht gezogen wird. Die Durchsicht war sehr gut!

Alles in allem war es ein übervoller und beeindruckender Beobachtungsabend an dem der AOM-FLT 135 mm sich als absolutes Spitzenprodukt erwies!

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