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Supernova in ferner Galaxie beobachtet

In einer 48 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie ist ein Stern explodiert. Das Ereignis, das vor 48 Millionen Jahren stattfand, konnte in Münsterschwarzach beobachtet werden. Dabei kann ein einzelner Stern für einige Woche so hell sein, wie seine Heimatgalaxie - einige Milliarden Sterne!

Vor vier Wochen wurde sie Ende März entdeckt und bekam den Namen nach einer einfach Kodierung "SN 2021hiz". Nachdem sie über Wochen hin sehr hell geblieben ist, musste sie einmal abgelichtet werden. Das geschah an einem klaren Abend am 23.4.2021. Dabei gab es aber zunächst ein Problem mit der Bezeichnung der Heimatgalaxie gelöst werden. IC 3322 ist eine Bezeichnung, die für zwei Galaxien im Virgo-Galaxienhaufen genutzt wird, die ca. einem Monddurchmesser am Himmel entfernt sind. Damit war "try and error" angesagt: eine halbe Stunde belichten und dann merken, dass wir daneben lagen!

Dann aber war die richtige Galaxie UGC 7513, alias IC 3322A, endlich gefunden und die Supernova stach deutlich aus der Galaxie heraus. Die Fachastronomen konnten durch Analyse des Lichtes den Typ der Sternexplosion klären: es handelt sich wohl um die Explosion eines Weißen Zwerges, der seine Massegrenze von 1,4 Sonnenmassen überschritten hatte. Dies kann dann geschehen, wenn von einem erloschenen Stern, einem Weißen Zwerg, Materie von einem Begleiter übergeht. Das geht so lange gut, bis die sogenannte Chandrasekhar-Grenzmasse überschritten wird. Chandrasekhar war ein indischer Physiker, der die physikalischen Hintergründe dieser speziellen Sternexplosion klären konnte. Allerdings sind die genauen Abläufe, die zu der Explosion des Sternes führen noch nicht völlig geklärt.

Aus den Messungen des Licht-Spektrums der Supernova ergab eine ungeheuer große Geschwindigkeit der Gasmassen, die von der Explosion ausgehen: sie rasen mit über 12.000 km pro Sekunde in das Weltall hinaus! Deshalb ist auch der explodierende Stern (oder besser die leuchtende, expandierende Gashülle) blau, wie es auch schön auf unserer Aufnahme zu sehen ist. Leider war der Mond sehr nahe gestanden und es blieben nur 30 Minuten Belichtungszeit zur Verarbeitung.

Klostersternwarte SN UGC7513 IC3322 20210423 2130UT

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