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Galaxienfülle um M 60 und M 59

M60 ist eine der großen, elliptischen Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens. Sie ist die am weitesten östlich gelegene Messier-Galaxie des Galaxienhaufens in der Jungfrau. Um sie herum finden sich weitere, sehr interessante Galaxien in der Nähe aber auch weit im Hintergrund des Universums. In jedem Fall ist das Umfeld eine sehr abwechslungsreiche Galaxienlandschaft inmitten den Weiten des Weltalls.

Die auf dem Ausschnitt zentral gelegene M 60 findet sich auf dem weiteren Bildfeld in der linken Bildmitte. Sie hat einen Durchmesser von über 100.000 Lichtjahren und versammelt mehr als eine Billion Sonnenmasse in sich. Dabei hat sie tausende von Kugelsternhaufen, die sie wie ein Schwarm umgeben. Die hellsten dieser Kugelhaufen sind auf meinem Bild zu finden. Das zentrale schwarze Loch von M 60 soll über 3 Milliarden Sonnenmassen schwer sein!
Eine Besonderheit ist die blaue Spiralgalaxie NGC 4647: es ist noch immer unklar, ob es einen direkten Zusammenhang mit M 60 gibt. Vielleicht werden wir Zeugen einer beginnenden Wechselwirkung beider Galaxien - die allerdings dann zur Zeit der Dinosaurier stattgefunden haben muss, da das Licht von den beiden Galaxien zu uns um die 60 Millionen Jahren unterwegs war.

Die nächste elliptische Galaxie im Bild ist M 59. Sie hat Charles Messier zusammen mit M 60 und M58 bei der Verfolgung eine Kometen 1779 entdeckt. Sie ist aber deutlich kleiner als M 60 aber immer noch wesentlich massereicher als unser Milchstraßensystem.

NGC 4637 / NGC 4638: das Galaxienpaar liegt zwischen den beiden großen Galaxien, ist aber auch ein Teil des Virgo-Galaxienhaufens und damit rund 60 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Dabei handelt es sich tatsächlich um ein interagierendes Paar kleinerer Galaxien. Ähnlich liegt auch der Fall bei bei dem Paar rechts oben in der Bildecke: bei NGC 4606 und NGC 4607.

Die Galaxien, die mit einem IC - für Index Catalogue - versehen sind: IC 3648, 3672, 3670 (nördlich von M 59) und IC 3665 und IC 3653 (südlich von M59) stehen in unterschiedlichen Entfernungen. Manche sind zehnmal weiter entfernt als Messier 59 und 60 und manche sollen uns wesentlich näher stehen. Leider kann ich die Richtigkeit dieser Angaben nicht überprüfen.

Ähnlich ergeht es mir bei dem Objekt mit der längsten Lichtlaufzeit auf dem Bild, das ich zumindest mit der NED-Datenbank der NASA durch Helligkeit und Farbe abgleichen konnte: SDSS J124320.36+114900.4. Mit einer Helligkeit von 21.7 mag und einer Rotverschiebung von z ≈ 4,37 (die Wasserstoff-Lyman Linie läge damit statt bei 122 Nanometer im Ultravioletten bei 655 Nanometer im tief roten Bereich - und tatsächlich ist das Objekt auf dem roten Summenbild eindeutig zu sehen!) beträgt die Lichtlaufzeit an die 13 Milliarden Jahre!

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