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Komet zog an Galaxie vorbei

Der erst am 18.12.2018 entdeckte Komet C/2018 Y1 - Iwamoto (so heißt der japanische Astronom, der ihn als Erster sah), zog am Abend des 13.2.2019 an der wunderschönen Galaxie NGC 2903 vorbei. Beim Einfangen des himmlischen Schauspiels gab es aber gleich mehrere Herausforderungen zu meistern.

Die erste bestand im hellen Mond, der von Süden her den Himmel im Osten schon stark aufhellte. Die zweite Herausforderung bestand in der relativ schnellen Eigenbewegung des Kometen am Himmel: mit fast 18" pro Minute erlaubte sie nur Einzelbelichtungen von 15 Sekunden, da sonst der Komet nicht mehr scharf abgebildet werden konnte. Das dritte Problem war ganz irdischer Natur: durchziehende Schleierbewölkung, die auch mal richtig dicht über den Himmel zog.

Jenseits dieser äußeren Schwierigkeiten war das Vorüberziehen des Kometen Iwamoto an NGC 2903 sehr beeindruckend. Zunächst waren beide Objekte weit voneinander getrennt ungestört zu beobachten. Der Kometenkopf mit einer relativ großen Koma von 15 Bogenminuten (halber Monddurchmesser) war deutlich weiter östlich von der Galaxie entfernt. Ein Schweif war schon zu erahnen auf den Einzelbildern. NGC 2903, ca. 50 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, war noch nicht beeinflusst vom vordergründig stehenden Kometen, der nur 45 Millionen Kilometer von der Erde entfernt seine Bahn zog.

Nach und nach zog der Komet in Richtung Westen vor dem Hintergrund des Sternenhimmels. Gegen 22:30 MEZ war die engste Begegnung von Komet Iwamoto und NGC 2903 erreicht. Im kleinen Fernglas sah man einen "Doppelnebel" vor sich, den man nicht mehr voneinander trennen konnte aufgrund der nebeligen Erscheinung beider Objekte. Im Teleskop waren der relativ scharfe Kopf des Kometen und seine Koma deutlich von der Galaxie zu unterscheiden. Zwanzig Minuten später waren die beiden wieder so weit getrennt, dass sie sich in ihrer Erscheinung nicht gegenseitig beeinflussten.

Sehr deutlich ist dies in den Farbbildern zu sehen, da der grüne Komet an der mehr bläulich aussehenden Galaxie mit deutlichem Farbkontrast vorbeizog. Eine Zeitrafferaufnahme ist hier (oder hier farbig) bei Facebook verfügbar.

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